Immer mehr Laserschneidanlagen nutzen Druckluft als Schneidgas – anstelle von Stickstoff oder Sauerstoff für einen Teil der Arbeiten. Die Luft bläst das geschmolzene Metall aus der Schnittfuge und schützt den Schneidkopf. Doch das ist nicht die Luft einer gewöhnlichen Werkstatt: Sie braucht mehr Druck und muss deutlich sauberer und trockener sein.
Die drei Kriterien, die Sie prüfen sollten
1. Der Druck
Eine klassische Werkstatt arbeitet mit etwa 6 bis 8 bar. Laserschneiden mit Druckluft kann deutlich mehr erfordern. Maßgeblich ist der Wert, den der Hersteller Ihrer Laseranlage angibt: Er hängt vom Modell, vom Schneidkopf und von den bearbeiteten Blechstärken ab. Der Kompressor muss diesen Wert mit Reserve erreichen.
2. Die Liefermenge
Auch die benötigte Liefermenge hängt von der Anlage und der verwendeten Düse ab. Sie steht in der Dokumentation des Herstellers, in Litern pro Minute oder in m³/min. Vergleichen Sie sie mit der tatsächlichen Liefermenge des Kompressors beim Arbeitsdruck, nicht mit der maximalen Liefermenge bei niedrigem Druck.
3. Die Luftqualität
Dieser Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Die Luft gelangt bis zur Optik des Schneidkopfs. Wasser, Partikel und Ölreste, die sie mitführt, können das Schutzglas verschmutzen oder beschädigen und die Schnittqualität verschlechtern. Deshalb brauchen Sie:
- einen Trockner, der die Feuchtigkeit entfernt;
- eine Feinfiltration, die Partikel zurückhält;
- eine Filtration, die Ölaerosole zurückhält.
Unser Ratgeber zur Druckluftqualität nach ISO 8573-1 erklärt, wie diese Anforderungen in Reinheitsklassen ausgedrückt werden.
Die L-Serie – alles integriert
Unsere Kompressoren der L-Serie vereinen auf einem Rahmen einen drehzahlgeregelten Schraubenkompressor mit Permanentmagnetmotor, einen 16-bar-Behälter, einen Kältetrockner und eine Präzisionsfiltration.
| Modell | Leistung | Druck | Liefermenge | Behälter | Schallpegel | Maße (L × B × H) | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| L 110 | 11 kW | 8 bis 16 bar | 0,8 m³/min | 340 L, 16 bar | 72 ± 3 dB(A) | 1750 × 700 × 1610 mm | 480 kg |
| L 150 | 15 kW | 8 bis 16 bar | 1,3 m³/min | 500 L, 16 bar | 72 ± 3 dB(A) | 1800 × 800 × 1710 mm | 690 kg |
| L 220 | 22 kW | 8 bis 16 bar | 1,8 m³/min | 500 L, 16 bar | 72 ± 3 dB(A) | 1900 × 900 × 1710 mm | 750 kg |
Die Luftqualität ist bei allen drei Modellen gleich:
| Druckluftaufbereitung | Wert |
|---|---|
| Kältetrockner | Drucktaupunkt 3 bis 10 °C |
| Partikelfiltration | Bis 0,01 µm |
| Restöl | 0,001 ppm |
| Ausgangsanschluss | DN15 |
Warum kein klassischer Werkstattkompressor?
| Schraubenkompressor für die Werkstatt | Kompressor der L-Serie | |
|---|---|---|
| Maximaler Druck | 8 bis 13 bar je nach Modell | 16 bar |
| Behälter | Druck passend zum Kompressor | 16 bar |
| Trockner | Je nach Variante | Integriert |
| Präzisionsfiltration | Nachzurüsten | Integriert |
Ein Werkstattkompressor kann genügen, wenn Ihre Laseranlage mit seinem Druck auskommt und Sie die nötige Druckluftaufbereitung ergänzen. Sobald die Anlage mehr als 13 bar verlangt, brauchen Sie einen Kompressor, der für diesen Druck ausgelegt ist, mit einem Behälter und Komponenten, die dafür vorgesehen sind.
Das Modell wählen
- Entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer Laseranlage den geforderten Druck und die Liefermenge für das Schneidgas Luft.
- Wählen Sie das Modell, dessen Liefermenge diesen Bedarf mit Reserve abdeckt.
- Wenn Sie eine zweite Anlage oder größere Blechstärken planen, nehmen Sie die nächste Größe.
Die Wartungen erfolgen nach 500 Stunden, danach alle 1.500 Stunden, mit Hinweis auf der Steuerung. Wenn Sie bei der Dimensionierung unsicher sind, senden Sie uns das Datenblatt Ihrer Anlage mit einer Angebotsanfrage: Wir nennen Ihnen das passende Modell. Zum Vergleich mit dem Rest der Baureihe lesen Sie unseren Vergleich unserer Schraubenkompressoren.