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Veröffentlicht am 18. Oktober 2026

Kompressor für das Laserschneiden – Druck, Liefermenge und Luftqualität im Blick

Laserschneiden mit Druckluft verlangt mehr Druck und sauberere Luft als eine klassische Werkstatt. Die Punkte, die Sie vor der Wahl des Kompressors prüfen sollten.

Immer mehr Laserschneidanlagen nutzen Druckluft als Schneidgas – anstelle von Stickstoff oder Sauerstoff für einen Teil der Arbeiten. Die Luft bläst das geschmolzene Metall aus der Schnittfuge und schützt den Schneidkopf. Doch das ist nicht die Luft einer gewöhnlichen Werkstatt: Sie braucht mehr Druck und muss deutlich sauberer und trockener sein.

Die drei Kriterien, die Sie prüfen sollten

1. Der Druck

Eine klassische Werkstatt arbeitet mit etwa 6 bis 8 bar. Laserschneiden mit Druckluft kann deutlich mehr erfordern. Maßgeblich ist der Wert, den der Hersteller Ihrer Laseranlage angibt: Er hängt vom Modell, vom Schneidkopf und von den bearbeiteten Blechstärken ab. Der Kompressor muss diesen Wert mit Reserve erreichen.

2. Die Liefermenge

Auch die benötigte Liefermenge hängt von der Anlage und der verwendeten Düse ab. Sie steht in der Dokumentation des Herstellers, in Litern pro Minute oder in m³/min. Vergleichen Sie sie mit der tatsächlichen Liefermenge des Kompressors beim Arbeitsdruck, nicht mit der maximalen Liefermenge bei niedrigem Druck.

3. Die Luftqualität

Dieser Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Die Luft gelangt bis zur Optik des Schneidkopfs. Wasser, Partikel und Ölreste, die sie mitführt, können das Schutzglas verschmutzen oder beschädigen und die Schnittqualität verschlechtern. Deshalb brauchen Sie:

  • einen Trockner, der die Feuchtigkeit entfernt;
  • eine Feinfiltration, die Partikel zurückhält;
  • eine Filtration, die Ölaerosole zurückhält.

Unser Ratgeber zur Druckluftqualität nach ISO 8573-1 erklärt, wie diese Anforderungen in Reinheitsklassen ausgedrückt werden.

Die L-Serie – alles integriert

Unsere Kompressoren der L-Serie vereinen auf einem Rahmen einen drehzahlgeregelten Schraubenkompressor mit Permanentmagnetmotor, einen 16-bar-Behälter, einen Kältetrockner und eine Präzisionsfiltration.

ModellLeistungDruckLiefermengeBehälterSchallpegelMaße (L × B × H)Gewicht
L 11011 kW8 bis 16 bar0,8 m³/min340 L, 16 bar72 ± 3 dB(A)1750 × 700 × 1610 mm480 kg
L 15015 kW8 bis 16 bar1,3 m³/min500 L, 16 bar72 ± 3 dB(A)1800 × 800 × 1710 mm690 kg
L 22022 kW8 bis 16 bar1,8 m³/min500 L, 16 bar72 ± 3 dB(A)1900 × 900 × 1710 mm750 kg

Die Luftqualität ist bei allen drei Modellen gleich:

DruckluftaufbereitungWert
KältetrocknerDrucktaupunkt 3 bis 10 °C
PartikelfiltrationBis 0,01 µm
Restöl0,001 ppm
AusgangsanschlussDN15

Warum kein klassischer Werkstattkompressor?

Schraubenkompressor für die WerkstattKompressor der L-Serie
Maximaler Druck8 bis 13 bar je nach Modell16 bar
BehälterDruck passend zum Kompressor16 bar
TrocknerJe nach VarianteIntegriert
PräzisionsfiltrationNachzurüstenIntegriert

Ein Werkstattkompressor kann genügen, wenn Ihre Laseranlage mit seinem Druck auskommt und Sie die nötige Druckluftaufbereitung ergänzen. Sobald die Anlage mehr als 13 bar verlangt, brauchen Sie einen Kompressor, der für diesen Druck ausgelegt ist, mit einem Behälter und Komponenten, die dafür vorgesehen sind.

Das Modell wählen

  1. Entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer Laseranlage den geforderten Druck und die Liefermenge für das Schneidgas Luft.
  2. Wählen Sie das Modell, dessen Liefermenge diesen Bedarf mit Reserve abdeckt.
  3. Wenn Sie eine zweite Anlage oder größere Blechstärken planen, nehmen Sie die nächste Größe.

Die Wartungen erfolgen nach 500 Stunden, danach alle 1.500 Stunden, mit Hinweis auf der Steuerung. Wenn Sie bei der Dimensionierung unsicher sind, senden Sie uns das Datenblatt Ihrer Anlage mit einer Angebotsanfrage: Wir nennen Ihnen das passende Modell. Zum Vergleich mit dem Rest der Baureihe lesen Sie unseren Vergleich unserer Schraubenkompressoren.

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