Kompressoren werden oft anhand ihres Kaufpreises verglichen. Dabei ist er der kleinste Teil der Rechnung: Eine Maschine, die mehrere Stunden am Tag läuft, verbraucht in wenigen Jahren weit mehr Strom, als sie gekostet hat.
Die Stromrechnung abschätzen
Die Grundrechnung passt in eine Zeile: Leistung (kW) × Betriebsstunden pro Jahr × Preis pro kWh.
Ein Beispiel, mit Annahmen, die Sie an Ihren Fall anpassen: Ein Kompressor mit 11 kW, der 2.000 Stunden pro Jahr läuft, verbraucht bei einem kWh-Preis von 0,20 € rund 11 × 2.000 × 0,20 = 4.400 € Strom pro Jahr. Über zehn Jahre ist das ein Mehrfaches des Maschinenpreises.
Unser Stromkostenrechner übernimmt diese Rechnung für Sie und berücksichtigt dabei die Leerlaufzeit.
Hebel 1: Leckagen
Eine pfeifende Verschraubung, ein eingerissener Schlauch, ein offen hängender Kondensatablass: Jede Leckage zwingt den Kompressor, Luft für nichts zu erzeugen, auch nachts, wenn das Netz unter Druck bleibt. Leckagen sind in einer Werkstatt oft die größte Quelle der Verschwendung und am günstigsten zu beheben. Der Rechner für Druckluftleckagen gibt eine Größenordnung ihrer Kosten an.
Hebel 2: der richtige Druck
Luft mit höherem Druck als nötig zu erzeugen, kostet Energie: Als Größenordnung gilt üblicherweise ca. 7 % Mehrverbrauch pro bar zusätzlichem Druck. Arbeiten Ihre Werkzeuge mit 6 bar, bezahlen Sie es jeden Tag, wenn der Kompressor „zur Sicherheit“ auf 10 bar eingestellt ist. Stellen Sie den Druck auf den tatsächlichen Bedarf ein und berücksichtigen Sie dabei die Verluste im Netz.
Hebel 3: der Leerlauf
Ein Schraubenkompressor mit fester Drehzahl, der keine Luft liefert, läuft noch eine Weile im Leerlauf weiter und verbraucht dabei noch rund ein Viertel seiner Leistung. Abhilfe schaffen zwei Dinge: eine richtig dimensionierte Maschine, die nicht ständig im Leerlauf läuft, und ein ausreichend großer Druckbehälter, der die Zyklen auseinanderzieht. Bei den AIRSTAHL Modellen mit Permanentmagnetmotor und Frequenzumrichter folgt die Motordrehzahl dem Luftbedarf.
Hebel 4: die Wartung
Ein verschmutzter Luftfilter oder ein gesättigter Abscheider lassen die Maschine für dieselbe Liefermenge stärker arbeiten. Die Wartungen richten sich nach dem Betriebsstundenzähler: erste Wartung nach 500 Stunden bei unseren Schraubenkompressoren, danach alle 1.500 Stunden. Unsere Wartungssets enthalten die passenden Teile für jedes Modell.
In der Praxis
Fragen Sie sich vor der Wahl einer Maschine, wie viele Stunden sie täglich laufen wird. Bei einer Nutzung von einigen Minuten pro Stunde reicht ein Kolbenkompressor. Bei Dauerbetrieb ist ein richtig dimensionierter Schraubenkompressor auf Dauer günstiger. Der Konfigurator berechnet Ihren Luftbedarf anhand Ihrer Werkzeuge, und wir prüfen die Dimensionierung vor der Bestellung gern mit Ihnen.