Ein Schraubenkompressor wird nicht nach Kalender gewartet, sondern nach dem Betriebsstundenzähler. Zwei Werkstätten, die am selben Tag dieselbe Maschine gekauft haben, erreichen ihre Wartung nicht zur selben Zeit: Wer im Zweischichtbetrieb arbeitet, ist doppelt so schnell dort. So planen Sie richtig.
Die hier genannten Intervalle sind branchenübliche Richtwerte. Maßgeblich sind die Intervalle aus der Betriebsanleitung Ihrer Maschine, die Öl und Komponenten berücksichtigt.
Täglich: Kontrollen beim Start
Wenige Minuten genügen und verhindern die meisten Ausfälle:
- Ölstand im Schauglas, bei stehender Maschine oder wie in der Anleitung beschrieben.
- Kondensat ablassen aus Behälter und Filtern, sofern kein automatischer Ableiter vorhanden ist. Falls doch, prüfen, ob er arbeitet: Man sollte ihn regelmäßig abblasen hören.
- Druck und Temperatur auf der Steuerung: Abweichungen notieren.
- Warnmeldungen auf der Steuerung: Viele Maschinen kündigen die nächste Wartung selbst an.
Wöchentlich: Sauberkeit
- Luftfilter: Sichtprüfung und bei Bedarf ausblasen. In Tischlereien, Schleifbetrieben oder Karosseriewerkstätten häufiger.
- Gitter und Kühler: Staub auf dem Kühler erhöht die Öltemperatur.
- Leckagen: Das Netz bei stehenden Maschinen abhören; jedes Zischen ist verlorene Energie.
Die Erstwartung: früh
Die erste Wartung kommt deutlich vor den folgenden. Sie entfernt Einlaufpartikel. Beim AIRSTAHL Schraubenkompressor 7,5 kW 4-in-1 ist sie nach 500 Stunden vorgesehen. Verschieben Sie sie nicht: Sie entscheidet über die Lebensdauer der Verdichterstufe.
Planmäßige Wartungen
Bei jeder Wartung werden die Verschleißteile ersetzt. Übliche Richtwerte für öleingespritzte Schraubenkompressoren:
| Teil | Übliches Intervall | Aufgabe |
|---|---|---|
| Öl und Ölfilter | alle 2.000 bis 4.000 Stunden je nach Öl | Schraube schmieren und kühlen |
| Luftfilter | etwa alle 2.000 Stunden, in staubigen Räumen häufiger | Schraube vor Staub schützen |
| Öl-Luft-Abscheider | etwa alle 4.000 Stunden | Öl vor dem Luftaustritt zurückhalten |
| Riemen (bei Riemenantrieb) | Spannung bei jeder Wartung prüfen | Kraft übertragen |
Mindestens einmal im Jahr, auch wenn die Stundenzahl nicht erreicht ist: Öl altert auch im Stillstand, Dichtungen ebenso.
Am einfachsten ist es, die Teile einer Wartung zu bündeln: Das ist das Prinzip der AIRSTAHL-Wartungskits, eine Referenz pro Modell.
Warnzeichen, die nicht bis zur Wartung warten
Manche Signale erfordern sofortiges Handeln, unabhängig vom Zählerstand:
- Steigende Temperatur oder Abschaltungen wegen Überhitzung: verschmutzter Kühler, niedriger Ölstand, schlecht belüfteter Raum.
- Öl in der Austrittsluft: gesättigter Abscheider oder gestörte Ölrückführung.
- Druck wird nicht mehr erreicht: Leckage, verstopfter Filter oder Bedarf über der Leistung der Maschine.
- Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen.
- Milchiges Öl: Wasser im Öl, oft weil die Maschine zu kurz läuft, um warm zu werden.
In diesen Fällen die Maschine abschalten und eine Serviceanfrage mit Seriennummer, Stundenstand und Beschreibung senden: Fotos helfen uns bei der schnelleren Diagnose.
Führen Sie ein Wartungsheft
Notieren Sie bei jedem Eingriff Datum, Stundenstand und getauschte Teile. Das Heft hilft, die nächste Wartung vorauszuplanen, unterstützt Garantiefälle und steigert den Wert der Maschine beim Verkauf.