Ein Kompressor wird immer warm: Bei der Verdichtung wird ein großer Teil des verbrauchten Stroms zu Wärme. Nicht normal ist eine Temperatur, die höher steigt als sonst, oder eine Maschine, die mitten in der Arbeit abschaltet. Dann schützt sich der Kompressor: Die Ursache liegt fast immer um ihn herum, nicht in ihm.
Sicherheit zuerst: Lassen Sie die Maschine vor jedem Eingriff abkühlen. Schalten Sie die Stromversorgung ab, sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten und lassen Sie die Luft aus dem Druckbehälter ab, bevor Sie eine Haube öffnen. Öl und Verdichterstufe können sehr heiß sein.
Die Diagnose in einer Tabelle
| Was Sie feststellen | Wahrscheinliche Ursache | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Die Maschine schaltet vor allem im Sommer oder nachmittags ab | Raum zu warm, Warmluft zirkuliert im Kreis | Zuluft und Abluft verbessern |
| Die Temperatur steigt seit Wochen langsam an | Kühler mit Staub zugesetzt | Kühler und Gitter reinigen |
| Schraubenkompressor: Temperaturstörung trotz kühlem Raum | Ölstand zu niedrig oder Öl verbraucht | Ölstand prüfen, Datum des letzten Ölwechsels kontrollieren |
| Die Maschine wird heiß und die Liefermenge sinkt | Luftfilter zugesetzt | Luftfilter reinigen oder ersetzen |
| Kolbenkompressor: Er läuft fast ununterbrochen | Verbrauch zu hoch oder Leckage | Verbrauch mit Liefermenge vergleichen, Leckagen suchen |
| Der Motor schaltet ab, nicht der Kompressor | Elektrischer Motorschutz ausgelöst | Stromversorgung von einer Elektrofachkraft prüfen lassen |
1. Der Raum: die häufigste Ursache
Ein Kompressor gibt seine Wärme an den Raum ab. Wird diese Warmluft nicht abgeführt, saugt die Maschine zum Kühlen immer wärmere Luft an, und die Temperatur steigt bis zur Sicherheitsabschaltung. Deshalb kommen die Abschaltungen oft im Sommer, am späten Nachmittag oder nachdem eine Tür geschlossen oder eine weitere Maschine in den Raum gestellt wurde.
- Prüfen Sie, ob es eine Zuluftöffnung unten und eine Abluftöffnung oben gibt und ob sie frei sind.
- Lassen Sie Platz um die Maschine, wie in der Betriebsanleitung angegeben: Ein Kompressor direkt an der Wand saugt seine eigene Warmluft wieder an.
- Vergleichen Sie die Raumtemperatur mit der maximalen Umgebungstemperatur in der Betriebsanleitung.
Unser Artikel Kompressorraum und Aufstellung erklärt die Einrichtung des Raums.
2. Der verschmutzte Kühler
Bei einem luftgekühlten Schraubenkompressor fließt das Öl durch einen Kühler, durch den der Lüfter Luft bläst. Eine Schicht aus Staub, Ölnebel oder Sägemehl auf den Lamellen reicht, damit die Temperatur steigt. Typisch in Schreinereien, Karosseriebetrieben und staubigen Werkstätten.
Bei stehender und abgekühlter Maschine reinigen Sie den Kühler mit der Blaspistole von innen nach außen und machen die Ansauggitter frei. Beim Kolbenkompressor reinigen Sie ebenso die Kühlrippen der Zylinder und beim zweistufigen Modell den Zwischenkühler.
3. Das Öl im Schraubenkompressor
Im Schraubenkompressor nimmt das Öl die Verdichtungswärme auf. Fehlt Öl oder ist es gealtert, kühlt es schlechter.
- Ölstand: bei stehender Maschine am Schauglas prüfen und mit dem vorgeschriebenen Öl auffüllen.
- Zustand: Dunkles Öl, das verbrannt riecht, war bereits überhitzt. Milchiges Öl enthält Wasser.
- Fälligkeit: Ein aufgeschobener Ölwechsel lässt die Temperatur steigen. Bei unseren Schraubenkompressoren erfolgt die erste Wartung nach 500 Stunden, danach alle 1.500 Stunden.
Zur Ölwahl siehe welches Öl für Schrauben- und Kolbenkompressor.
4. Die Filter
- Luftfilter zugesetzt: Der Kompressor muss mehr Kraft zum Ansaugen aufwenden, wird heißer und liefert weniger Luft.
- Ölfilter zugesetzt (Schraube): Das Öl zirkuliert schlechter und kühlt weniger.
- Luft-Öl-Abscheider gesättigt (Schraube): Die Maschine muss stärker drücken, braucht mehr Strom und wird heißer.
Das Wartungsset jedes Schraubenkompressors enthält diese drei Filter. Den vollständigen Plan finden Sie unter Wartungsintervalle für Schraubenkompressoren.
5. Die Betriebsweise
- Zu kleiner Kolbenkompressor: Ein Kolbenkompressor ist nicht für Dauerbetrieb gebaut. Hält er kaum noch an, übersteigt der Verbrauch seine Liefermenge, oder eine Leckage lässt ihn umsonst laufen. Der Konfigurator vergleicht Ihren Verbrauch mit der Liefermenge der Maschine, und unser Artikel über Druckluftleckagen hilft, sie zu finden.
- Druck zu hoch eingestellt: Je höher der Druck, desto mehr arbeitet der Kompressor und desto heißer wird er. Stellen Sie den Druck auf den tatsächlichen Bedarf der Werkzeuge ein, ohne übertriebene Reserve: siehe Kompressordruck in bar berechnen.
- Umgekehrt, zu wenig Wärme: Ein Kompressor, der nur sehr kurze Zyklen fährt, erreicht nie seine Betriebstemperatur. Feuchtigkeit kondensiert dann im Öl, das milchig wird. Das ist keine Überhitzung, aber ebenfalls ein Auslegungsproblem.
Schraubenkompressor: die Steuerung ablesen
Beim Schraubenkompressor überwacht die elektronische Steuerung ständig Druck, Temperatur und Betriebsstunden und stoppt die Maschine bei einer Störung. Notieren Sie vor dem Neustart die angezeigte Meldung und Temperatur: Sie führen direkt zur Diagnose. Mehrmals hintereinander neu zu starten, ohne die Ursache zu suchen, wiederholt nur die Überhitzung.
Wann den Kundendienst rufen
Ist der Raum belüftet, der Kühler sauber, sind Öl und Filter auf dem neuesten Stand und steigt die Temperatur trotzdem, oder schaltet die Maschine mit einer unklaren Störmeldung ab, wenden Sie sich an den Kundendienst. Halten Sie Modell, Seriennummer, Betriebsstunden, angezeigte Meldung und Raumtemperatur zum Zeitpunkt der Abschaltung bereit. Damit das Problem nicht wiederkommt, lässt unsere jährliche Wartungspauschale die Maschine zu jedem Intervall prüfen.
Für Ihre Branche: Kompressor für Schreinereien, Kompressor für Industrie und Produktion, Kompressor für Kfz-Werkstätten.