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Veröffentlicht am 30. Oktober 2026

Druckluft in der Brauerei, welche Klasse nach ISO 8573-1 zum Ausblasen von Flaschen und Dosen?

Wer eine leere Flasche oder Dose ausbläst, bringt Luft in Kontakt mit dem Gebinde. So legen Sie die Klasse nach ISO 8573-1 je Station fest und bereiten die Luft auf.

Es gibt nicht die eine Klasse nach ISO 8573-1 zum Ausblasen von Flaschen und Dosen: Sie wird mit dem Hersteller Ihres Rinsers oder Füllers festgelegt und, falls vorhanden, mit den Lastenheften Ihrer Kunden. In der Praxis braucht Luft, die das Innere eines Gebindes berührt, eine Trocknung und danach Feinfilter an der Verbrauchsstelle, mit besonderem Augenmerk auf das Öl. Ein 4-in-1-Kompressor der K-Serie liefert die Basis, die Filtration an der Station erledigt den Rest.

Den gesamten Druckluftbedarf einer Brauerei finden Sie auf unserer Seite Kompressor für Brauerei und Mosterei. Hier geht es um die Luft, die das Gebinde berührt.

Eine Klasse nach ISO 8573-1 lesen

Die Norm wird in der Form [A:B:C] angegeben:

  • A, Partikel: Staub, Rost, Abrieb;
  • B, Wasser: gemessen über den Drucktaupunkt;
  • C, Öl: flüssig, als Aerosol und als Dampf, in mg je m³.

Je niedriger die Zahl, desto sauberer die Luft. Eine Klasse besteht also aus drei Zahlen, eine je Verunreinigung, und jede wird mit einem anderen Gerät behandelt. Unser Ratgeber Druckluftqualität nach ISO 8573-1 enthält die Tabellen.

Station für Station, was die Luft berührt

StationWas die Luft berührtGrundaufbereitung
Ventile, Zylinder, Verschließer, Dosenverschließernichts, sie bleibt in der Maschinegetrocknete, gefilterte Luft der K-Serie
Ausblasen leerer Flaschen und Dosendas Innere des GebindesK-Serie plus Feinfilter an der Station
Ausblasen der Kegsdas Innere des KegsK-Serie plus Feinfilter an der Station
Kontakt mit Würze oder Bierdas Produktmit dem Anlagenhersteller festzulegen

Zur Erinnerung: Um Bier zu drücken oder einen Tank vorzuspannen, nutzen Brauereien CO2 oder Stickstoff, keine Luft.

Wasser, Buchstabe B

Ein Kältetrockner erreicht einen Drucktaupunkt von +3 bis +10 °C, das entspricht den Wasserklassen 4 bis 6. Das reicht, solange die Luft durch keinen Bereich läuft, der kälter ist als dieser Taupunkt. Die Falle in der Brauerei ist der Kühlraum: Führt eine Druckluftleitung durch einen Raum mit wenigen Grad, kann das restliche Wasser dort kondensieren und an der Ausblasdüse ankommen. Dann verlegen Sie die Leitung anders oder setzen einen Adsorptionstrockner ein, der viel tiefer trocknet.

Öl, Buchstabe C

Unsere Kompressoren sind ölgeschmiert. Der Luft-Öl-Abscheider hält den größten Teil zurück: Am Ausgang des K 75 liegt der Ölgehalt laut Datenblatt bei höchstens 3 ppm. Für Luft, die ein Gebinde berührt, ist das nur der Ausgangspunkt:

  • ein Vorfilter, dann ein Feinfilter, der Ölaerosole zurückhält;
  • für die empfindlichsten Stationen ein Aktivkohlefilter, der auch Dämpfe und Gerüche bindet.

Man geht immer vom groben zum feinen Filter, damit der letzte nicht zu schnell gesättigt ist. Unser Beitrag über Feinfilter erklärt die Reihenfolge.

Partikel, Buchstabe A

Partikel kommen aus der Ansaugluft und aus dem Netz selbst. Ein Stahlnetz, das jahrelang feuchte Luft geführt hat, gibt Rost ab. Der Feinfilter an der Station hält diese Partikel direkt vor der Düse zurück: Deshalb sitzt er möglichst nahe an der Verbrauchsstelle, hinter dem Netz.

Auslegungsbeispiel

Eine kleine Dosenlinie mit Ausbläser für leere Dosen und Dosenverschließer (Richtwerte, bitte durch die Werte Ihrer Datenblätter ersetzen):

  • Ausbläser, 6 Düsen zu je 60 l/min: 360 l/min
  • Füller und Dosenverschließer: 300 l/min
  • Ventile und Steuerung: 50 l/min
  • Summe: 710 l/min, mit 25 % Reserve 890 l/min

Der K 75 liefert 1.100 l/min bei 8 bar: Er deckt diesen Bedarf. Der Feinfilter an der Station wird nach dem Bedarf des Ausbläsers ausgelegt, hier 360 l/min, mit Reserve 450 l/min, beim Netzdruck. Ein zu kleiner Filter kostet Druck an der Düse. Wächst die Linie, geht der K 110 bis 1,7 m³/min.

So legen Sie Ihre Klasse fest

  1. Listen Sie die Stationen auf, an denen Luft das Gebinde oder das Produkt berührt.
  2. Fragen Sie den Hersteller jeder Maschine, welche Klasse nach ISO 8573-1 er verlangt.
  3. Prüfen Sie die Lastenhefte Ihrer Kunden, falls sie eine Klasse vorgeben.
  4. Legen Sie mit unseren Technikern die Aufbereitung je Station fest: Trockner, Filter, Aktivkohle.
  5. Tauschen Sie die Filterelemente im Intervall. Ein gesättigter Filter schützt nicht mehr.

Stellen Sie den Kompressor in einem trockenen Raum auf, weg vom Waschbereich: Unser Beitrag zum Kompressorraum nennt die Regeln. Senden Sie uns Ihre Stationen mit einer Angebotsanfrage: Wir schlagen die passende Aufbereitung vor.

Für Ihre Branche: Kompressor für Brauerei und Mosterei.

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