Ein richtig ausgelegter Kompressor wechselt zwischen Laufen und Stillstand oder wird langsamer, wenn wenig Luft gebraucht wird, sofern er drehzahlgeregelt ist. Läuft er ständig, sogar nachts, oder startet er alle zwei Minuten neu, stimmt etwas nicht. Beides kostet Strom und Verschleiß.
Er läuft, ohne je zu stoppen
Leckagen im Netz
Das ist die häufigste Ursache. Hören Sie das Netz ab, wenn alle Maschinen stehen: Zischen bedeutet, dass Luft und damit Strom entweicht. Ein einfacher Test: Sinkt der Druck im Behälter während einer Pause, ohne dass Luft entnommen wird? Siehe Leckagen finden und beheben und unseren Rechner, um ihre Kosten zu beziffern.
Verbrauch höher als die Liefermenge
Ein zusätzlicher Arbeitsplatz, ein neues luftintensives Werkzeug, ein Sandstrahlgerät: Der Bedarf übersteigt, was der Kompressor liefern kann. Er läuft dauerhaft, ohne seinen Druck zu erreichen. Addieren Sie den Verbrauch der gleichzeitig genutzten Werkzeuge und vergleichen Sie mit der Liefermenge: siehe Kompressorleistung berechnen.
Druck zu hoch eingestellt
Je höher der verlangte Druck, desto länger arbeitet die Maschine und desto mehr Luft verlieren die Leckagen. Stellen Sie den Druck auf den echten Bedarf der Werkzeuge ein, mit kleiner Reserve.
Ein offen gebliebener Ableiter
Ein vergessener manueller Ablass oder ein in Offenstellung blockierter automatischer Ableiter lässt ständig Luft entweichen.
Eine verschlissene Maschine
Ein verstopfter Luftfilter oder ein verbrauchter Abscheider verringert die tatsächliche Liefermenge. Ist die Wartung überfällig, fangen Sie dort an: siehe Wartungsintervalle.
Er startet zu oft
Behälter zu klein
Der Behälter ist der Speicher. Ist er zu klein, leert er sich in Sekunden und der Kompressor springt immer wieder an. Siehe Druckluftbehälter auslegen.
Zu kleiner Abstand zwischen Ab- und Einschaltdruck
Liegt der Einschaltdruck knapp unter dem Abschaltdruck, startet die Maschine bei der kleinsten Luftentnahme. Die Einstellung erfolgt an der Steuerung oder am Druckschalter eines Kolbenkompressors, im Rahmen der Betriebsanleitung.
Wieder Leckagen
Auch kleine Leckagen leeren den Behälter in den Pausen und verursachen regelmäßige Starts, auch nachts.
Warum es wichtig ist
- Strom: Ein Kompressor, der Leckagen speist, kostet jede Stunde Geld. Unser Artikel Druckluftkosten pro m³ hilft beim Beziffern.
- Verschleiß: Häufige Starts belasten Motor und Schütze, und ein Kompressor, der nie warm genug wird, sammelt Wasser im Öl.
- Schutzeinrichtungen: Am Ende stoppt die Maschine mit Störung (siehe Kompressor löst Sicherung aus).
Ein drehzahlgeregelter Kompressor begrenzt beide Probleme: Er wird langsamer, statt zu stoppen und neu zu starten. Siehe drehzahlgeregelter Kompressor. Für eine vollständige Prüfung des Netzes gibt es auch das Druckluft-Audit.
Weitere Symptome finden Sie in unserem Ratgeber Kompressor-Störungen.